Um diese These – die gute Aufstellung des Juweliers Zahn – zu untermauern, haben wir Umsatz und Gewinn des Unternehmens berechnet. Hierbei hatten wir einige Anhaltspunkte: So sagte uns Edgar Zahn im Interview, dass die Einkaufskosten etwa 50% des Umsatzes betrügen und sein Gewinn bei etwa 5-8 % läge. Wir errechneten später, dass die Personalkosten bei etwa einem Viertel des Umsatzes lägen, den Rest machen Posten wie Strom, Wasser, Heizung, Miete, Versicherung etc. aus. Um den Umsatz tatsächlich zu berechnen, mussten wir von verschiedenen Variablen ausgehen, die wir je entsprechend den möglichen wirtschaftlichen Bedingungen veränderten, um verschiedene Szenarien zu berechnen. Sie sind immer im Jahresmittel gesehen und setzen sich meist aus den Ergebnissen unserer Kundenumfrage und Aussagen des Juweliers und seinen Mitarbeitern zusammen. Damit kamen wir auf etwa 30-50 Kunden am Tag, von denen ein Drittel bis die Hälfte sich nur umschaut oder beraten lässt – also ergeben sich 50-70 %, die [Pause] Geld ausgeben. Von diesen widerum lassen etwa 25-40 % Reparaturarbeiten für durchschnittlich 20-40 € durchführen, der Rest kauft für 80-140 € ein. Damit lässt sich schon wunderbar ein durchschnittlicher Tagesumsatz ausrechnen – mal 365, würden viele jetzt sagen, und wir sind fertig. Aber weit gefehlt, der Juwelier hat ja nicht durchgehend geöffnet! Da das Geschäft samstags nur den halben Tag lang und sonntags gar nicht geöffnet hat, kommen wir auf 288 verkaufsoffene Tage im Jahr. Außerdem macht der Juwelier zu Weihnachten nach eigenen Aussagen dreimal so viel Umsatz wie gewöhnlich, womit wir nochmals zwei Monate addieren müssen. Auch Feiertage wie Ostern oder Muttertag – und vor allem der gerade vergangene Valentinstag geben dem Umsatz nochmal einen Schub, weshalb wir sie noch als 10 zusätzliche Tage gewichten. Zwei und zwei macht vier, und all die Zahlen hier ergeben 346 durchschnittliche Tage, an denen Umsatz gemacht wird.