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Er ist in einem solchen Grade b=F6se, da=DF er = beschlossen hat, von zu Hause wegzuziehen. Man kann einfach nicht weiter bei einer = Familie wohnen, wo man dieser Weise behandelt wird.=20 Das war morgens, als Papa ins B=FCro gehen wollte und seinen = F=FCllfederhalter nicht finden konnte. "Pelle, hast du schon wieder meinen = F=FCllfederhalter genommen?" fragte Papa und packte Pelle hart am Arm.=20 Pelle hatte schon manchmal Papas F=FCller ausgeliehen. Aber nicht heute. = Heute steckte der F=FCller in Papas brauner Jacke, die im Schrank hing. Pelle = war vollkommen unschuldig. Und Papa, der ihn so hart am Arm gepackt hatte? = Und Mama? Sie hielt selbstverst=E4ndlich zu Papa. Das h=F6rt jetzt aber auf! = Pelle hatte die Absicht umzuziehen.=20 Aber wohin? Er kann zur See gehen. Das kann er. Auf das Meer, wo die = gro=DFen Schiffe und die gro=DFen Wellen sind. Dort kann man sterben. Dann = k=F6nnen die zu Hause aber jammern. Er kann auch nach Afrika fahren, wo wilde L=F6wen umherlaufen. Wenn Papa dann aus dem B=FCro nach Hause kommt und wie = immer fragt: "Wo ist mein kleiner Pelle?", dann weint Mama und sagt: "Pelle = ist von einem L=F6wen aufgefressen worden." Ja, ja, so geht es, wenn man = ungerecht ist!=20 Aber Afrika ist so weit fort. Pelle w=FCrde gern etwas mehr in der = N=E4he bleiben, damit er sehen k=F6nnte, wie Papa und Mama nach ihm weinen.=20 Pelle beschlie=DFt deshalb, nach "Herzhausen" zu ziehen. - so nennen sie = das kleine rote H=E4uschen unten im Hof mit dem Herz in der T=FCr. Dort wird = er hinziehen. Er f=E4ngt sofort an zu packen, seinen Ball, seine = Mundharmonika und "Max und Moritz". und dann ein Licht. Ja, in zwei Tagen ist doch Weihnachten. Pelle will in in Herzhausen Weihnachten feiern. Da will er = dann sein kleines Licht anz=FCnden und "O du fr=F6hliche, o du selige" auf = der Mundharmonika spielen. Das wird sehr traurig klingen,und man wird es bis hinauf zu Mama und Papa h=F6ren k=F6nnen.=20 Pelle zieht sich seinen feinen, hellblauen Mantel und die Handschuhe an = und setzt die Lederm=FCtze auf. Er nimmt die gro=DFe Papiert=FCte mit dem = Ball und der Mundharmonika und dem Licht in die eine Hand und "Max und Moritz" in die andere.=20 Und dann geht er direkt durch die K=FCche, damit Mama sehen kann, da=DF = er jetzt umzieht. "Aber Pelle, willst du schon ausgehcn?" fragt Mama.=20 Pelle antwortet nicht. Ausgehen, ha! Sie sollte nur wissen. Mama sieht, = da=DF Pelle eine tiefe Falte auf der Stirn hat, und da=DF seine Augen so = dunkel sind.=20 "Pelle, Liebling, was hast du, wo willst du hin?"=20 "Ich ziehe um!"=20 "Wohin denn?" fragt Mama.=20 "Nach Herzhausen.", sagt Pelle.=20 "Pelle, das kann doch nicht dein Ernst sein! Wie lange willst du dort wohnen?"=20 "Immer", sagt Pelle und legt die Hand auf den T=FCrgriff. "Dann kann = Papa ja jemand anders beschuldigen, wenn sein alter F=FCllhalter wegkommt."=20 "Lieber guter Pelle", sagt Mama und schlingt die Arme um ihn. "Willst du nicht doch bei uns bleiben? Wir tun dir vielleicht manchmal unrecht, = aber wir lieben dich doch so sehr - so sehr."=20 Pelle z=F6gert. Aber nur einen Augenblick. Er schiebt Mamas Arm = beiseite, wirft ihr einen letzten vorwurfsvollen Blick zu und wandert davon. Mama steht am E=DFzimmerfenster und sieht, wie eine kleine, hellblaue Gestalt hinter der T=FCr mit dem Herz verschwindet.=20 Eine halbe Stunde vergeht. Dann h=F6rt Mama einige schwache Mundharmonikakl=E4nge, die von Herzhausen her=FCberkIingen. Es ist = Pelle, er spielt " Nun ade, du mein lieb Heimatland".=20 Herzhausen ist ein richtig gem=FCtlicher Ort, findet Pelle. F=FCr den = Anfang jedenfalls. "Max und Moritz" und den Ball und die Mundharmonika hat er = so heimelig wie m=F6glich aufgestellt. Und in das Fenster hat er das kleine = Licht gesetzt. Wie traurig wird es dort stehen und am Weihnachtsabend = leuchten, falls Papa und Mama zu ihm hinuntersehen. Aus dem E=DFzimmerfenster.=20 Am E=DFzimmerfenster steht immer der Weihnachtsbaum. Der Weihnachtsbaum, = ach ja. Und - und - die Weihnachtsgeschenke. Pelle schluckt. Nein, er hat = nicht die Absicht, irgendwelche Weihnachtsgeschenke von Leuten annehmen, die behaupten, da=DF er F=FCllfederhalter stiehlt.=20 Noch einmal spielt er "Nun ade, du mein lieb Heimatland". Lang, sehr = lang wird die Zeit in Herzhausen. Was mag Mama jetzt machen? Papa mu=DF = inzwischen auch schon nach Hause gekommen sein. Pelle w=FCrde so gern in die = Wohnung hinaufgehen und sehen, ob sie sehr weinen. Aber es ist schwer, einen = Grund daf=FCr zu finden. Dann bat er einen Einfall. Er =F6ffnet rasch den = Riegel an der T=FCr und geht, nein, springt beinah =FCber den Hof und die Treppen = hinauf. Mama ist in der K=FCche.=20 Mama", sagt Pelle, "wenn f=FCr mich vielleicht Weihnachtspostkarten = ankommen sollten, willst du dann dem Brieftr=E4ger sagen, da=DF ich umgezogen = bin?". Mama verspricht, es zu tun. Pelle geht z=F6gernd wieder zur T=FCr. Die = F=FC=DFe sind ihm wie Blei.=20 Pelle", sagt Mama mit ihrer weichen Stimme. "Pelle - aber was tun wir = mit deinen Weihnachtsgeschenken? Sollen wir die nach Herzhausen hinunterschicken, oder kommst du herauf und holst sie?"=20 "Ich will keine Weihnachtsgeschenke haben", sagt Pelle mit harter = Stimme.=20 "Aber Pelle", sagt Mama. "Das wird ja ein schrecklicher Weihnachtsabend. Kein Pelle, der die Kerzen am Weihnachtsbaum anz=FCndet, kein Pelle, der = dem Weihnachtsmann die T=FCr aufmacht. ... Alles, alles ohne Pelle..."=20 "Ihr k=F6nnt euch ja einen anderen Jungen anschaffen", sagt Pelle mit zitternder Stimme.=20 "Nie im Leben!" ruft Mama. "Pelle oder keinen! Es ist immer nur unser = Pelle, den wir so liebhaben."=82=20 "Ach so", sagt Pelle mit noch mehr Zittern in der Stimme.=20 "Papa und ich, wir werden hier herumsitzen und den ganzen = Weihnachtsabend weinen. Wir werden nicht einmal die Lichter anz=FCnden. Wir werden nur weinen."=20 Da lehnt Pelle den Kopf an die K=FCchent=FCr und f=E4ngt an zu weinen, = weint so herzzerrei=DFend, so laut, so durchdringend - so f=FCrchterlich! Er hat = so gro=DFes Mitleid mit Papa und Mama. Und als Mama ihre Arme um ihn legt, = dr=FCckt er sein Gesicht an ihren Hals und weint noch mehr, so sehr, da=DF Mama = ganz na=DF davon wird.=20 Ich verzeihe Euch", sagt Pelle zwischen den Tr=E4nen.=20 "Danke, lieber Pelle", sagt Mama.=20 Viele, viele Stunden sp=E4ter kommt Papa aus dem B=FCro nach Hause und = ruft wie immer bereits in der Diele:=20 "Wo ist mein kleiner Pelle?"=20 "Hier!" schreit Pelle und wirft sich ihm in die Arme.=20 Astrid Lindgren =20 ------=_NextPart_000_000C_01CDE1FF.7F8AB800 Content-Type: text/html; charset="iso-8859-1" Content-Transfer-Encoding: quoted-printable Nachricht

Wir w=FCnschen

Frohe Weihnachten
und ein gutes Neues Jahr = 2013

Petra und Thomas H=FCbler        =

 

Hier noch eine kleine = Weihnachtsgeschichte von Astrid Lindgren

Pelle zieht = aus

Pelle ist = b=F6se. Er ist in einem solchen Grade b=F6se, da=DF er beschlossen hat, = von zu Hause wegzuziehen. Man kann einfach nicht weiter bei einer = Familie wohnen, wo man dieser Weise behandelt wird.

Das war = morgens, als Papa ins B=FCro gehen wollte und seinen F=FCllfederhalter = nicht finden konnte.  "Pelle, hast du schon wieder meinen = F=FCllfederhalter genommen?" fragte Papa und packte Pelle hart am = Arm.

Pelle hatte = schon manchmal Papas F=FCller ausgeliehen. Aber nicht heute. Heute = steckte der F=FCller in Papas brauner Jacke, die im Schrank hing. Pelle = war vollkommen unschuldig. Und Papa, der ihn so hart am Arm gepackt = hatte? Und Mama? Sie hielt selbstverst=E4ndlich zu Papa. Das h=F6rt = jetzt aber auf! Pelle hatte die Absicht umzuziehen.

Aber wohin? = Er kann zur See gehen. Das kann er. Auf das Meer, wo die gro=DFen = Schiffe und die gro=DFen Wellen sind. Dort kann man sterben. Dann = k=F6nnen die zu Hause aber jammern. Er kann auch nach Afrika fahren, wo = wilde L=F6wen umherlaufen. Wenn Papa dann aus dem B=FCro nach Hause = kommt und wie immer fragt: "Wo ist mein kleiner Pelle?", dann = weint Mama und sagt: "Pelle ist von einem L=F6wen aufgefressen = worden." Ja, ja, so geht es, wenn man ungerecht ist!

Aber Afrika = ist so weit fort. Pelle w=FCrde gern etwas mehr in der N=E4he bleiben, = damit er sehen k=F6nnte, wie Papa und Mama nach ihm weinen.

Pelle = beschlie=DFt deshalb, nach "Herzhausen" zu ziehen. - so nennen = sie das kleine rote H=E4uschen unten im Hof mit dem Herz in der T=FCr. = Dort wird er hinziehen. Er f=E4ngt sofort an zu packen, seinen Ball, = seine Mundharmonika und "Max und Moritz". und dann ein Licht. = Ja, in zwei Tagen ist doch Weihnachten. Pelle will in in Herzhausen = Weihnachten feiern. Da will er dann sein kleines Licht anz=FCnden und = "O du fr=F6hliche, o du selige" auf der Mundharmonika spielen. = Das wird sehr traurig klingen,und man wird es bis hinauf zu Mama und = Papa h=F6ren k=F6nnen.

Pelle zieht = sich seinen feinen, hellblauen Mantel und die Handschuhe an und setzt = die Lederm=FCtze auf. Er nimmt die gro=DFe Papiert=FCte mit dem Ball und = der Mundharmonika und dem Licht in die eine Hand und "Max und = Moritz" in die andere.

Und dann geht = er direkt durch die K=FCche, damit Mama sehen kann, da=DF er jetzt = umzieht. "Aber Pelle, willst du schon ausgehcn?" fragt Mama. =

Pelle = antwortet nicht. Ausgehen, ha! Sie sollte nur wissen. Mama sieht, da=DF = Pelle eine tiefe Falte auf der Stirn hat, und da=DF seine Augen so = dunkel sind.
"Pelle, Liebling, was hast du, wo willst du = hin?"
"Ich ziehe um!"
"Wohin denn?" = fragt Mama.
"Nach Herzhausen.", sagt Pelle. =
"Pelle, das kann doch nicht dein Ernst sein! Wie lange willst = du dort wohnen?"
"Immer", sagt Pelle und legt die = Hand auf den T=FCrgriff. "Dann kann Papa ja jemand anders = beschuldigen, wenn sein alter F=FCllhalter wegkommt." =
"Lieber guter Pelle", sagt Mama und schlingt die Arme um = ihn. "Willst du nicht doch bei uns bleiben? Wir tun dir vielleicht = manchmal unrecht, aber wir lieben dich doch so sehr - so sehr." =

Pelle = z=F6gert. Aber nur einen Augenblick. Er schiebt Mamas Arm beiseite, = wirft ihr einen letzten vorwurfsvollen Blick zu und wandert davon. Mama = steht am E=DFzimmerfenster und sieht, wie eine kleine, hellblaue Gestalt = hinter der T=FCr mit dem Herz verschwindet.

Eine halbe = Stunde vergeht. Dann h=F6rt Mama einige schwache Mundharmonikakl=E4nge, = die von Herzhausen her=FCberkIingen. Es ist Pelle, er spielt " Nun = ade, du mein lieb Heimatland".

Herzhausen = ist ein richtig gem=FCtlicher Ort, findet Pelle. F=FCr den Anfang = jedenfalls. "Max und Moritz" und den Ball und die = Mundharmonika hat er so heimelig wie m=F6glich aufgestellt. Und in das = Fenster hat er das kleine Licht gesetzt. Wie traurig wird es dort stehen = und am Weihnachtsabend leuchten, falls Papa und Mama zu ihm = hinuntersehen. Aus dem E=DFzimmerfenster.

Am = E=DFzimmerfenster steht immer der Weihnachtsbaum. Der Weihnachtsbaum, = ach ja. Und - und - die Weihnachtsgeschenke. Pelle schluckt. Nein, er = hat nicht die Absicht, irgendwelche Weihnachtsgeschenke von Leuten = annehmen, die behaupten, da=DF er F=FCllfederhalter stiehlt. =

Noch einmal = spielt er "Nun ade, du mein lieb Heimatland". Lang, sehr lang = wird die Zeit in Herzhausen. Was mag Mama jetzt machen? Papa mu=DF = inzwischen auch schon nach Hause gekommen sein. Pelle w=FCrde so gern in = die Wohnung hinaufgehen und sehen, ob sie sehr weinen. Aber es ist = schwer, einen Grund daf=FCr zu finden. Dann bat er einen Einfall. Er = =F6ffnet rasch den Riegel an der T=FCr und geht, nein, springt beinah = =FCber den Hof und die Treppen hinauf. Mama ist in der K=FCche. =

Mama", = sagt Pelle, "wenn f=FCr mich vielleicht Weihnachtspostkarten = ankommen sollten, willst du dann dem Brieftr=E4ger sagen, da=DF ich = umgezogen bin?". Mama verspricht, es zu tun. Pelle geht z=F6gernd = wieder zur T=FCr. Die F=FC=DFe sind ihm wie Blei.

Pelle", = sagt Mama mit ihrer weichen Stimme. "Pelle - aber was tun wir mit = deinen Weihnachtsgeschenken? Sollen wir die nach Herzhausen = hinunterschicken, oder kommst du herauf und holst sie?" =
"Ich will keine Weihnachtsgeschenke haben", sagt Pelle mit = harter Stimme.
"Aber Pelle", sagt Mama. "Das wird ja = ein schrecklicher Weihnachtsabend. Kein Pelle, der die Kerzen am = Weihnachtsbaum anz=FCndet, kein Pelle, der dem Weihnachtsmann die T=FCr = aufmacht. ... Alles, alles ohne Pelle..."
"Ihr k=F6nnt = euch ja einen anderen Jungen anschaffen", sagt Pelle mit zitternder = Stimme.
"Nie im Leben!" ruft Mama. "Pelle oder = keinen! Es ist immer nur unser Pelle, den wir so liebhaben."‚ =
"Ach so", sagt Pelle mit noch mehr Zittern in der Stimme. =
"Papa und ich, wir werden hier herumsitzen und den ganzen = Weihnachtsabend weinen. Wir werden nicht einmal die Lichter anz=FCnden. = Wir werden nur weinen."

Da lehnt = Pelle den Kopf an die K=FCchent=FCr und f=E4ngt an zu weinen, weint so = herzzerrei=DFend, so laut, so durchdringend - so f=FCrchterlich! Er hat = so gro=DFes Mitleid mit Papa und Mama. Und als Mama ihre Arme um ihn = legt, dr=FCckt er sein Gesicht an ihren Hals und weint noch mehr, so = sehr, da=DF Mama ganz na=DF davon wird.

Ich verzeihe = Euch", sagt Pelle zwischen den Tr=E4nen.
"Danke, lieber = Pelle", sagt Mama.

Viele, viele = Stunden sp=E4ter kommt Papa aus dem B=FCro nach Hause und ruft wie immer = bereits in der Diele:
"Wo ist mein kleiner Pelle?" =
"Hier!" schreit Pelle und wirft sich ihm in die Arme. =

Astrid = Lindgren

 

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